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Heimatverliebt – Ausflug zur Göltzschtalbrücke

Heimat – was ist das eigentlich? Ist es die Stadt in der man geboren wurde (Zeitz), die Stadt in der man viele Jahre des Lebens verbracht hat, immer noch dort arbeitet und lebt und meint, jeden Fleck zu kennen (Leipzig) oder die Stadt, zu der man gerade versucht, eine neue Verbindung aufzubauen (Plauen und das Vogtland). Irgendwie ist alles ein Stück Heimat. Unser Beitrag ist ein Teil der Serie Heimatverliebt in Plauen und das Vogtland, in der wir Ihnen unsere Region ein Stückchen näher bringen möchten.

Ziel der Reise – die Göltzschtalbrücke

Heimatverliebt – rund um die Göltzschtalbrücke

Was ist nun meine Heimat und was möchte ich vorstellen? Ich mache es mir nun recht einfach und schlage sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich möchte die Beiträge nutzen, um ihnen und auch mir Plauen und das Vogtland näher zu bringen.

Unsere Ausflugsziel – Burg Mylau und die Göltzschtalbrücke

Lassen sie uns unsere gemeinsame Entdeckungstour am Wahrzeichen des Vogtlandes beginnen – der Göltzschtalbrücke.

Auf zur weltgrößten Ziegelsteinbrücke

Dem ist nichts hinzuzufügen … Titelblatt des Kalenders für 2016 von Regionalware

Burg Mylau

Unser erstes Ausflugsziel ist die Burg Mylau, denn in der Dauerausstellung erhält man einen schönen Einblick in die Entstehung der Göltzschtalbrück und die unterschiedlichen Entwürfe, die es gab.

Burg Mylau

Der Ratssaal

Die Burg Mylau im nördlichen Vogtland gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen in Sachsen. Einst als Fürstensitz um 1180 gebaut, ging sie gegen 1770 in bürgerlichen Besitz über und erlebte im 19. Jahrhundert einen Funktionswandel hin zur Fabrik – einer Spinnerei. Später wurde die Burg als Rathaus und nun heute als Museum genutzt.

Ein Blick in den Ratssaal

Ein Modell der Burg Mylau

So wandelbar wie die Nutzung ist auch die Baugeschichte. Es finden sich Elemente von der Romanik bis hin zum Jugendstil. Alle großen Baustile sind in der Burg verewigt.

Blick ins Grüne

Im Burghof sieht man schön die unterschiedlichen Anbauten aus verschiedenen Jahrhunderten

Über die Göltzschtalbrücke

Ein kleiner Teil der Ausstellung widmet sich dem Bau der Göltzschtalbrücke. Die größte Herausforderung beim Bau der Bahnstrecke zwischen Leipzig und Hof war die Überwindung des Tales der Göltzsch.

Die vier besten Entwürfe und die letztendliche Realisation

Ein von der Bahn ausgeschriebener Wettbewerb hatte vier zum Teil sehr abstruse Vorschläge als Gewinner, wovon statisch aber keiner überzeugen konnte. Der unglaublichste davon ist für mich eine Brücke mit zwei Etagen, in der die zweite Etage als Gefängnis genutzt werden sollte. Oder aber auch ein gewaltiger Damm, der keinerlei Öffnungen besitzt und einfach nur ein Bollwerk aus Stein ist, ist sehr spektakulär.

Wanderwege um die Göltzschtalbrücke

Der Bau der Göltzschtalbrücke

Letztlich machte sich der Leiter der Prüfungskommission selbst an die Planung. Er verwendete einzelne Ideen aus den Einreichungen und ließ eigene Erfahrungen vom Bau eines Viadukts einige Jahre zuvor einfließen.

Ein massiver Ziegelbau

Völlig außergewöhnlich war, dass der als Baustoff Ziegel verwendete, nur einige besonders stark beanspruchte Stellen waren aus Granit. Ziegel wurde verwendet, da der Lehm in der Umgebung vorkam und Ziegel kostengünstig und schnell beschafft werden konnten. Immerhin benötigte man 50.000 Ziegel am Tag.

über 26 Millionen Ziegel wurden hier verbaut

1846 wurde mit dem Bau begonnen und nur 5 Jahre später, am 15. Juli 1851 konnte man die Eröffnung des imposanten Bauwerkes feiern. Die Götzschtalbrücke ist mit 574 m nicht nur die längste Ziegelsteinbrücke der Welt, sondern auch die erste Brücke, die nach statischen Berechnungen erfolgte.

beeindruckend groß

Das riesige Viadukt hat 29 Bögen, die sich über das Tal der Göltzsch spannen. Mit 78 m Höhe war die Göltzschtalbrücke auch die damals höchste Brücke der Welt.

ganz nah an der Brücke

gibt es einen Biergarten

und ein Souveniergeschäft mit mehr oder weniger sinnfreien Produkten mit der Göltzschtalbrücke

Die Gleichmäßigkeit der Bögen musste noch während des Baues verändert werden, da man in der Talsohle keinen festen Boden vorfand. Hier entstanden zwei riesige Bögen, die das Bauwerk aber noch eindrucksvollen machten.

Ein imposantes Bauwerk

Am Fuße der Götzschtalbrücke lädt ein Biergarten zum Verweilen und Bestaunen der Brücke ein. Wenn sie im Vogtland sind, machen sie unbedingt einen Abstecher zur größten Ziegelsteinbrücke der Welt – es lohnt sich sehr.

Lichtspiel an der Brücke

 

Ein herrlicher Blick

Blick auf die Göltzschtalbrücke

 

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Im Burghof Mylau

2 Kommentare

  1. Die Gölzschtalbrücke und die Burg Mylau kenne ich sehr gut, denn ich bin ganz in der Nähe (Reichenbach) aufgewachsen.
    Die Brücke ist ein gigantisches Bauwerk und auch die Burg ist sehr sehenswert.
    Letztes Jahr besuchten wir diese mal wieder zum Weihnachtsmarkt, schön war es.
    Liebe Grüße von Heike

    • Holly Day

      7. Oktober 2016 at 7:54

      Liebe Heike,
      na so klein ist die Welt 🙂 und ich bin nun gerade dabei, meine neue Heimat zu entdecken.
      Liebe Grüße, Manja

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