Zur Geschichte der Plauener Spitze

Erfahren Sie mehr über die traditionsreiche Geschichte unseres Hauses und der Story hinter der Kollektion Frieda & Elly

Plauener Spitze by Modespitze und wie alles mit Max Bruno Meyer, dem Vater von Frieda und Elly begann...

Plauen und das Vogtland blicken auf eine lange Tradition der Spitzen- und Stickereiindustrie zurück.

Die Spitze begründet ab 1880 den rasanten Aufstieg Plauens zu einer prosperierenden Stadt Sachsens. Einen Höhepunkt stellt die Weltausstellung 1900 in Paris dar, als die sogenannte "Plauener Musterung" den Grand Prix erhielt.

Diese Tradition spiegelt sich auch in der Historie der Firma Modespitze wieder. Hier werden nunmehr in vierter Generation edle Spitzen und Stickereien gefertigt. Alles begann mit dem direkten Vorfahren Max Bruno Meyer Ende des 19. Jahrhunderts auf Basis erster Handstickmaschinen. Ab 1912 expandierte Meyer mit Großstickmaschinen vom Typ VOMAG in Plauen.


Max Bruno mit Töchtern Frieda und Elly an seinem 80. Geburtstag

Plauener Spitze steht seit über 130 Jahren als eine der ältesten deutschen Marken für ein Qualitätsprodukt ganz besonderer Art und ist international geschützt. Die Modespitze Plauen fertigt unter Lizenz-Nr. 01. Aber Spitze repräsentiert nicht nur Tradition und Wertarbeit Made in Germany, sondern auch Innovation und Design. Genau hierfür steht die Accessoirekollektion Frieda & Elly. Geschaffen wurden Schmuckstücke und Modelle, die aus feinsten Garnen und edlen Stoffen exklusiv in traditioneller Handwerkskunst gefertigt wurden. Lassen sie sich verzaubern von Frieda & Elly und der Vielfalt der Textilien aus Plauener Spitze ®.

Geschichte der Plauener Spitze ®

Auf der Basis des bereits seit der frühen Neuzeit etablierten Tuchmacher- und Wollweberhandwerks entwickelte sich in Plauen ab 1800 zunächst die Handplattstich-Stickerei und wenige Jahrzehnte später die Tüll- und Ätzspitze (letztere auch Luftspitze, Vollspitze oder Guipure-Spitze genannt).

Im Jahr 1881 wurde in Plauen, im Zentrum der deutschen Spitzen- und Stickereiindustrie, die Tüllspitze von Anton Falke erfunden, welche zunächst auf Handstickmaschinen gefertigt wurde. Der Einzug der Schiffchenstickmaschinen ab 1883 ermöglichte sodann die Fertigung der Ätzspitze unter dem Namen ''Plauener Spitze''. Beide Stickereiarten sind durch die unternehmerische Leistung des Stickereifabrikanten Theodor Bickel eine Domäne Plauens geworden. Unter ''Dentelles de Saxe'', ''Saxon Lace'', ''Plauen Lace'' oder ''Dentelles de Plauen'' wurden die Erzeugnisse schnell auf den internationalen Märkten bekannt und geschätzt. Das Schweizer Marktmonopol war gebrochen.

Es folgten zahlreiche internationale Auszeichnungen, u.a. 1900 der Grand Prix auf der Weltausstellung in Paris. Durch die Spitzenfabrikation entwickelte sich Plauen schnell zu einer der großen Städte in Sachsen.

Bis heute bildet Plauen mit dem umliegenden Vogtland das Zentrum der deutschen Stickereiindustrie, welche die Stadtentwicklung ganz maßgeblich prägte, heute aber im Vergleich zur Größe anderer Branchen keine dominante Rolle mehr spielt. Plauen ist mit rund 68.000 Bewohnern die fünftgrößte Stadt Sachsens und Metropole der Ferienregion Vogtland.

Die Einwohnerzahl sank um ca. 6000 seit der Wende. Letztere erhielt ganz maßgeblich die entscheidenenden Impulse durch die Aktivitäten der Plauener Bürger im Jahre 1989. In der Stadt fanden u.a. die ersten Großdemonstrationen - noch vor denen in Leipzig und und Berlin - statt.

Plauen ist das Oberzentrum in Westsachsen und Besuchermagnet für die angrenzenden Regionen Oberfranken, Ost-Thüringen und Nordwestböhmen. Neben einem umfangreichen Kunst- und Kulturangebot, erwartet die Besucher der reizvolle Kontrast romantischer Altstadtgassen und moderner Architektur.

Zahlreiche kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen sowie attraktive Einkaufsmöglichkeiten in der großzügig vor mehr als 100 Jahren angelegten Stadt bereichern die Attraktivität. Zu nennen ist hier beispielsweise das Jahrhunderte alte Gemäuer des über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Kultur- und Kommunikationszentrums Malzhaus, welches wieder in altem Glanz erstrahlt.

Architektonische Leckerbissen aus der Gründerzeit, viele davon im Jugendstil, gibt es verteilt über die ganze Stadt. Die wunderschönen Häuser im Stadtkern sind ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass in Plauen früher sehr wohlhabende Kaufleute gelebt haben. Unter den zahlreichen Kirchen lohnt insbesondere ein Besuch der 1122 erbauten Johanniskirche im Zentrum.

Für Besucher interessant sind das Theater der Stadt, das Vogtlandmuseum sowie die historische Schaustickerei und das Spitzenmuseum. Letzteres umgarnt die Besucher mit zarten Gebilden aus Plauener Spitze.

In der Stadt sind ferner drei Galerien, ein Berufsschulzentrum, eine private Fachhochschule, eine Staatliche Studienakademie und seit 2008 eine Außenstelle der Westböhmischen Universität Pilsen zu finden. Das Bild der Vogtlandmetropole wird auch durch die seit 1894 verkehrende Straßenbahn geprägt.

Laut Stadtverwaltung hat sich Plauen "von der grauen Maus in Grenznähe zu Bayern" zur "blühenden Stadt in der Mitte Europas" entwickelt. Tatsächlich kommen Menschen aus dem nahen Franken nicht nur zum Einkaufen. Jedes Wochenende genießen zahlreiche Jugendliche aus dem umliegenden Vogtland und aus Hof in Bayern das Plauener Nachtleben.

Stadtrundgänge und geführte Museumsbesuche vermittelt die Tourist-Information Plauen (Tel.: 03741-2911027; www.plauen.de, touristinfo@plauen.de )

Gegenwart - Plauener Spitze ® - Modespitze GmbH

Plauener Spitze ® steht heute weniger für eine bestimmte Art der Spitze, sondern fungiert vorrangig als Qualitätssiegel und Premium-Marke.

In der Plauener Manufaktur der Modespitze GmbH entstehen für anspruchsvolle Kunden – vorwiegend in Europa, Übersee und Asien – exklusive Heimtextilien, gefertigt aus hochwertigen Spitzen und Stickereien. Darüber hinaus beliefert das Unternehmen zahlreiche Markenlabel und Modedesigner mit Accessoires für Oberbekleidung, Nachtwäsche, Lingerie und Haute Couture.

Im Unternehmen werden zur Fertigung der Plauener Spitze ® bis heute alle Arbeitsschritte vom Entwurf über Musterung und Stickprozess bis zum aufwendigen Handarbeitsanteil selbst erbracht. Insbesondere die Handwickeltechnik, ein manuelles Verfahren zum stickgleichen Verbinden von Einzelteilen aus purer gestickter Spitze (auch Ätzspitze, Luftspitze oder Guipure-Spitze genannt), garantiert bis heute die Umsetzung von außergewöhnlich anspruchsvollen Designierungen sowie eine unverwechselbare Qualität.

Alle dabei verwendeten Konfektionsstoffe stammen aus Deutschland, Stickmaterialien aus Deutschland, Frankreich, Österreich oder der Schweiz.

BLOG Plauener Spitze mit aktuellen Informationen und Inspirationen

In unserem externen BLOG Plauener Spitze ® möchten wir Sie in die Welt der Spitze entführen. Sie erfahren in den Kategorien Spitzenwelt, Spitzentraum und Spitzeninspiration alles Wissenswertes über Spitze, Herstellung, unser Unternehmen und unsere Kunden. Wir berichten hier auch über Ausstellungen und Bücher und möchten Sie thematisch inspirieren.

 
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