Hinter unserem heutigen Türchen unseres Adventskalenders verbirgt sich ein Besuch im einzigen Spitzenmuseum Deutschlands und das gibt es natürlich in Plauen, im Herzen des Vogtlands.

Das Spitzenmuseum im Rathaus von Plauen

Auf dem Weg ins Spitzenmuseum

Mitten in der Stadt – direkt im Alten Rathaus von Plauen finden sie das Spitzenmuseum. Folgen Sie uns dort hinein und lassen Sie uns entdecken, was sie so einzigartig und unwiderstehlich macht.

Der geneigte Besucher kann hier in wechselnden Ausstellungen den historischen Wandel bei der Produktion aber auch direkt in der Gestaltung bewundern. Hier erfahren wir, dass Ende des 19. Jahrhunderts die maschinengestickte Tüllspitze in Plauen erfunden wurde. Damit wurde der Grundstein für Plauen als Zentrum der Spitzen- und Stickereiindustrie gelegt.

Eine Kappel-Stickmaschine aus den 30er Jahren

Nur wenige Jahre später ermöglichen die Schiffchen-Stickmaschinen die Fertigung der Luftspitze (auch Ätz- oder Guipurespitze genannt). Bei der Fertigung von Luftspitze wird ein spezieller Trägerstoff aufwändig bestickt und später ausgelöst. Dabei entsteht eine fantastisch leichte, sich selbst tragende Stickspitze. Das besondere ist ihre Dreidimensionalität, die ein subtiles Relief schafft, das sie besonders edel aussehen läßt.

Automat zum Auslesen von Mustern auf Lochkarte,  ab ca.  1925

Der Siegeszug der Plauener Spitze

Die Marke Plauener Spitze wurde geboren und sie tritt ihren Siegeszug an. Einen Höhepunkt stellt die Erstplatzierung auf der Weltausstellung in Paris 1900 dar.

Die Entwicklung der Spitze ist eng mit der Entwicklung der Stadt verbunden. Plauen wird zu einer prosperierenden Stadt. Straßenbahnen gibt es hier noch lange vor den Städten Nürnberg und München.

ein Entwurf aus Plauen

Es entstand eine großzügig angelegte „Kunstschule für Textil-Industrie“ mit Außenstellen u.a. in Paris und das dazugehörige Textilmuseum gehörte zu den reichhaltigsten Deutschlands. Um 1910 zählt Plauen zu den 25 größten Städten Deutschlands. Plauen wird weit über die Grenzen Deutschlands bekannt.

ein atemberaubender Entwurf aus den 30er Jahren

Anhand von kostbaren Spitzen und edlen historischen Kleidern erhält der Besucher im Spitzenmuseum einen Einblick in die Entwicklung der Spitze. Auch lässt sich im Museum auf eindrucksvolle Weise nachvollziehen, wie viel Arbeitsschritte für eine klassische Spitzendecke notwendig sind.

das Wickeln einer Decke erfolgt an en alten Singer-Maschine

In den altehrwürdigen Räumen finden Sie nicht nur Spitzen, auch die Maschinen, die zur Herstellung benötigt werden, können Sie bewundern, so zum Beispiel eine alte Stickmaschine die über 100 Jahre alt ist, aber auch Mehrkopfstickautomaten aus den 30er Jahren.

Neuheiten in Sachen Spitze

Aber nicht nur die vergangen Zeiten werden im Spitzenmuseum in Plauen beleuchtet. Können Sie zum Beispiel auch ganz aktuelle Trends für Plauener Spitze bewundern.

die Kleider der Spitzenprinzessinnen in der alten Wandelhalle

Kleider der Spitzenprinzessinnen bestaunen und als ganz besonderen Höhepunkt das Kleid von Irene Luft, das Franziska Knuppe zum Wiener Opernball 2013 trug. Das atemberaubende Kleid entstand übrigens mit Spitze der Modespitze Plauen, worauf wir ganz besonders stolz sind.

Haben wir Sie neugierig gemacht auf einen Besuch in Plauen im Spitzenmuseum? Und wenn Sie Plauen besuchen, besuchen Sie auch unseren Laden in der Annenstraße 9, der nur wenige Minuten vom Spitzenmuseum entfernt ist.

immer einen Ausflug wert

Spitzenmuseum Plauen – die Öffnungszeiten

  • Di-Fr 10-17 Uhr
  • Sa-So 10-16 Uhr

Noch mehr zu entdecken gibt es jährlich zur Nacht der Museen in Plauen.